Kultur ist alles, womit man sich gerne identifiziert. Ob im Dorf oder in der Weltstadt. Also sicher auch in Basel.

Gegen Kultur ist eigentlich niemand. Ausser es ist die der anderen, braucht Platz, macht Lärm oder kostet Geld. In Basel wird, sowohl von der Menge wie vom Niveau her, aussergewöhnlich viel Kultur angeboten.

Der Staat soll das fördern, selber oder indem er Private, z.B. durch Steuererleichterungen, dazu motiviert, Gleiches zu tun. Der Staat schafft auch vernünftige Spielregeln: Wer so still wie auf einem Friedhof oder auf so lebhaft wie auf einem Rummelplatz leben will, liegt in Basel falsch.

Kultur findet nicht nur in Museen und auf Bühnen statt. Auch
Messen, Feste und viele kleine Veranstaltungen in unserer Nachbarschaft sind wichtige Kulturelemente. Auch Sport, vor allem Mannschaftssport, ist in Basel ein Kulturgut, welches Alt und Jung, Reich und Arm, Hiesig und Fremd, bestens integriert.

Manche Kreise, links wie rechts, fordern von der öffentlichen Hand ein verbindliches Kulturkonzept. Und sie ärgern sich dann, wenn es durchgesetzt wird und ausgerechnet ihre Freiheiten tangiert. Der Staat soll fördern und ermöglichen und nicht diktieren.

Der Staat soll deshalb Impulse für wirklich Grosses geben. Und im Stadt-Marketing sinnvoll Kräfte bündeln, damit unser Kultur-Angebot immer noch mehr Gäste aus aller Welt anzieht.

Kultur ist auch die Art, wie wir zusammenleben: Ein ganz wesentlicher Faktor der Integration und der Bildung.


Postkarten 2004

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